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Joyce Ilg: Influencer*innen reagieren entsetzt auf ihren K.-o.-Tropfen-Witz

Joyce Ilg macht einen Scherz auf Kosten von Gewaltopfern. Wie Influencer*innen auf ihre Erklärung reagieren, erfahrt ihr hier.

Joyce Ilg: Shitstorm nach K.O. Tropfen Witz
Joyce Ilg: Shitstorm nach K.O. Tropfen-Witz: So reagieren Influencer*innen Credit: Getty mages via canva.com [M]

Shitstorm nach Oster-Selfie mit Luke Mockridge

Am Osterwochenende hatte Schauspielerin Joyce Ilg ein Selfie mit Luke Mockridge gepostet. Dazu machte sie den Witz: „Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich hab nur ein paar K.O. Tropfen bekommen“. Es war eine Anspielung auf die Vorwürfe von sexualisierter Gewalt gegen ihren Freund Luke. Joyce löste damit einen Shitstorm aus. Etliche Influencer*innen äußerten sich bereits dazu.

Joyce macht Witze auf Kosten anderer

Joyce Ilg wählte zu ihrem Post den Hashtag „Freedom of Humour“. Ihr „Witz“ löste darauf einen wahren Shitstorm auf Instagram aus. Über 16.000 Kommentare befinden sich unter ihrem Post von Ostersonntag. Später passte sie ihre Aussage an und schrieb eine Erklärung zu ihrem „Gag“. Es sei eine Anspielung auf die Vorwürfe gegen Luke damals, schreibt sie. Nicht jeder müsse ihren Humor mögen. Doch auch dieses Statement löste erneut eine Welle der Empörung aus.

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Reaktionen etlicher Influencer*innen

Etliche Stars und Influencer*innen kommentierten Joyces Post und gaben ein Statement zur Situation ab. Louisa Dellert schreibt unter den Post: „Geschmacklos und überhaupt nicht auf der Höhe aller Missstände. Und: respektlos allen Betroffenen gegenüber.“

„Queer Eye“-Star Aljosha schreibt: „Menschen, die #freedomofhumor oder ‚Humor darf alles‘ sagen, tun das meist aus einer sehr privilegierten Perspektive. Irgendwie bin ich nach dem Feedback, was du zu deinem letzten Video gemacht hast, doch überrascht, wie wenig von der berechtigen Kritik offensichtlich angekommen ist. Ich glaube Opfern sexualisierter Gewalt! Es tut mir leid, dass ihr sowas hier ertragen müsst!“

Joyce Ilgs Erklärung ist ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer von sexueller Gewalt

Tara-Louise Wittwer unterscheidet in ihrem Post deutlich, dass Joyces Antwort nach dem Shitstorm keine Entschuldigung sei. Sie führt vor, wie so eine aussehen sollte.

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Aljosha erklärt im Detail, was K.-o.-Tropfen anrichten können

Aljosha meldet sich dann in einer Videobotschaft erneut zu Wort. Er wirft Joyce Ilg vor, dass sie in ihrem „geschmacklosen Post“ Menschen mit ihrer Erklärung gaslighten würde. In Joyces Augen wären nur die anderen das Problem, wenn man ihren Humor nicht verstehen würde. Er geht zudem intensiv auf das Thema K.-o.-Tropfen ein.

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Autorin Sophie Passmann findet den Witz ebenfalls daneben

Auch die Autorin Sophie Passmann mischt mit. Sie wirft allerlei Gedanken in den Raum, die sie nicht loslassen. Streng genommen darf man über alles Witze machen, sagt sie in ihrem Videopost. Der Witz müsste aber dementsprechend gut sein. Über Joyces Nummer sagt sie allerdings: „Der Witz ist jetzt so schlecht, das ist ein Kündigungsgrund.“

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Als Rechtfertigung würde sich Joyce Ilg zudem als Verfechterin des deutschen Humors verkaufen. Dabei sieht Sophie Joyces bisherige Leistung als Comedienne nicht als besonders qualitativ hoch an und nennt auch ein aktuelles Beispiel. Sie beendet ihr Video mit dem Statement: „Vielleicht war es auch einfach eine geschmacklose Art, den besten Freund zu verteidigen.“

Diana Zur Löwen findet den „Witz“ respektlos

„Ich hasse den Begriff #cancelculture, aber ich hoffe, dass diese Personen wenige Plattformen bekommen, um ihre Meinung zu teilen“, schreibt Influencerin Diana Zur Löwen in einem LinkedIn-Post zum Thema. „Es ist einfach schade, dass sie lieber weiter austeilen, als auch Fehler einzugestehen“, lautet ihre Meinung dazu.

Diana zur Löwen: Statement zum Joyce Ilg-Post
Diana zur Löwen: Statement zum Joyce Ilg-Post Credit: LinkedIn

Auch die Twitter-Reaktionen zu Joyce Ilgs Post gehen in die eine Richtung: Der Joke war daneben.

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Als Luke Mockridge in Ungnade fiel

Nachdem bekannt wurde, dass eine Ex-Freundin Luke Mockridge sexualisierte Gewalt vorwarf, hatte er 2021 eine künstlerische „Auszeit auf unbestimmte Zeit“ angekündigt. Die Anschuldigungen hatte er stets zurückgewiesen, die Staatsanwaltschaft Köln stellte ein entsprechendes Verfahren dann auch ein.