Irina wurde ohne Tanz-TikToks bekannt

Irina arbeitet am Tag als Juristin, zum Feierabend dreht sie als „Toxische Pommes“ bei Insta und TikTok gesellschaftskritische Clips und trifft damit genau den Zahn der Zeit.

Seit 2020 auf TikTok aktiv

2020 landete die Wahl-Wienerin bei TikTok. „Nach einer Trennung vergangenes Jahr ging ich auf TikTok, um mich aufzuheitern“, verrät Irina vor Kurzem im Gespräch mit dem österreichischen Online-Magazin „DasBieber“. Und wie entstand ihr Name? „Ich war in einer toxischen Beziehung und ich liebe Pommes.“ Es kann manchmal so einfach sein…

Irina spricht über Alltagsrassismus und scherzt über falsche Weltverbesserer

Die junge Frau dreht für Insta und TikTok Clips, in denen sie über Alltagsrassismus, Frauenfeindlichkeit und toxische Verhaltensweisen spricht. Sie macht sich über die Wiener Bobo-Schickeria, Boomer, ihre Balkan-Community, Millennials, Hipster und Alltagssituation lustig.

Keiner bleibt verschont. Irina erklärt aber im Gespräch mit dem Magazin „Profil“: „Ich versuche stets, respektvoll zu bleiben und nicht unter die Gürtellinie zu gehen. Ich möchte nicht Identitäten kritisieren, sondern problematisches Verhalten.“

„Toxische Pommmes“: Der Umwelt zuliebe

Auf TikTok hat sie mittlerweile über 64.000 Fans, über 4 Millionen Likes für ihre Sketche bekommen und vom österreichischen Radiosender FM4 wurde sie 2021 zur „Influencerin des Jahres“ gekürt.

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Irina tritt bei ihrem Humor nach oben

Macht sie sich als Juristin dann nicht auch über ihre eigenen Kolleg:innen lustig? „Die Leute in meinem Büro sehen meine Videos und geben mir auch immer wieder positives Feedback. Aber in den Videos geht es nicht um die Leute, mit denen ich zusammenarbeite“, versichert Irina gegenüber dem Magazin „Profil“ und erzählt weiter: „Die Charaktere, die ich wähle, sind keine echten Personen, sondern verdichtete und teilweise überzeichnete Stereotype. Dennoch kommentieren immer wieder User:innen unter meinen Videos, dass sie sich ertappt fühlen.“

Facts about: Toxische Pommes

  • als Kind ist sie mit ihrer Familie von Jugoslawien nach Österreich geflüchtet
  • Sie arbeitet als Juristin
  • Irina lebt seit sie 21 ist in Wien

Mit dem TikTok-Ruhm kommt auch der Hate

Durch ihre TikToks bekommt Irina auch viel Hass im Netz zu spüren. „Wenn ich sage: ‚Österreicher sind so…‘, dann wird mir Rassismus gegenüber Österreichern vorgeworfen oder Diskriminierung. Oder es heißt: ‚Geh doch zurück, wenn es dir nicht gefällt!‘ Und Morddrohungen habe ich auch schon bekommen. Aber mit dem, was im Internet passiert, kann ich umgehen. Wobei ich schon sehr vorsichtig mit meinen Daten umgehe und schaue, dass ich kaum etwas bekannt gebe“, erklärt sie „Kurier.at“. Deswegen möchte sie ihren Nachnamen auch nicht im Netz lesen.

Influencer Dominik kritisiert in seinen Videos die faulen Beamt*innen auf deutschen Ämtern. Wie lustig das ist, seht ihr hier.

Privatsphäre im Netz

YouTuber Rezo hält sich mit privaten Details zurück – auch er gibt seinen bürgerlichen Namen nicht bekannt.