Von diesen Influencer:innen bekommt ihr nicht nur Make-up-Tutorials

Die Kritik an Influencer:innen ist groß. Böse Zungen behaupten nämlich, sie würden alle den lieben langen Tag nur Werbung für Firmen machen. Das stimmt allerdings nicht ganz: Es gibt nämlich so einige Social-Media-Stars, die ihre Reichweite nicht nur für Produktplatzierungen, sondern durchaus sinnvoll nutzen. Wir stellen euch einige dieser Sinnfluencer:innen vor.

Riccardo Simonetti: Der Influencer fürs EU-Parlament

Riccardo Simonetti ist ein Influencer, Moderator, Autor, Schauspieler und Model. Einen Namen macht er sich ursprünglich aber als Blogger. Auf seiner Website „The Fabulous life of Ricci“ schreibt er von 2011 bis 2019 über Mode, geht darüber hinaus jedoch auch auf gesellschaftliche Themen ein. Er baut sich mit der Zeit eine große Reichweite auf Instagram auf und macht sich dort weiterhin für Themen wie Gleichberechtigung und Toleranz stark. Seit 2021 unterstützt er als erster LGBTI-Sonderbotschafter die Öffentlichkeitsarbeit des Europaparlaments.

Influencer Riccardo Simonetti im September 2021
Influencer Riccardo Simonetti im September 2021. Credit: Getty Images

Diana zur Löwen

Ursprünglich wird Diana zur Löwen durch Mode- und Beauty-Content bekannt. Seit 2019 beschäftigt sie sich jedoch mit tiefgreifenderen Dingen und bietet YouTube-Videos zu Themen wie Feminismus oder Finanztipps an. Auch Politik ist ihr wichtig: 2020 begleitet sie deshalb beispielsweise CDU-Politiker Philipp Amthor einen Tag lang im Bundestag.

Tara-Louise Wittwer: Influencerin mit jeder Menge Zynismus

Das Thema Feminismus ist auch Influencerin Tara-Louise Wittwer wichtig. Unter dem Nickname wastarasagt räumt sie auf TikTok und Instagram auf humorvolle Art und Weise mit Rollenklischees auf. Als Autorin schreibt sie außerdem viel über das Thema Liebe und bezeichnet sich auf ihrer Homepage selbst als „Expertin für toxische Beziehungen und Selbstbewusstsein“. Im Interview mit wmn.de erklärt sie im August 2021, woran man toxische Verhaltensweisen bei Mitmenschen erkennt: „Vor allem an diesem ständigen Heruntermachen. Auch dass man sich keine Erfolge gönnt, also Missgunst, Neid, ausbleibende Komplimente und auch oft dieses ’spaßige Verarschen‘ vor Leuten.“ In ihrem Buch „Du bist Gift für mich“ gibt sie Tipps, wie man sich vor solche Menschen schützen kann.

Model Stefanie Giesinger

Stefanie Giesinger nimmt 2014 an der neunten Staffel „Germany’s Next Topmodel“ teil und gewinnt die Show. Sie nutzt das Sprungbrett und macht sich nicht nur als Model einen Namen, sondern auch als Influencerin. Inzwischen folgen über vier Millionen Follower:innen auf Instagram, denen sie vor allem beim Thema Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel vorangehen will: Stefanie und ihr Freund, der britische YouTuber Marcus Butler, gründen ein eigenes Modelabel, das auf nachhaltige Materialien setzt. Im September 2020 erklärt sie zu diesem Schritt in einem „Watson“-Interview, ihr sei erst nach Jahren im Modelbusiness bewusst geworden, „was die Modeindustrie anstellt.“ Sie meint: „Und das ist leider nichts Gutes, es ist eigentlich ein schrecklicher Ort, vor allem für die Nachhaltigkeit.“

Model Stefanie Giesinger im März 2020
Model Stefanie Giesinger im März 2020. Credit: Getty Images

Hanna Bohnekamp

Neben Stefanie nutzt noch eine weitere Ex-GNTM-Kandidatin ihre Reichweite sinnvoll: Hanna Bohnekamp. 2010 schafft sie es in der fünften Staffel der ProSieben-Castingshow nach Alisar Ailabouni auf Platz zwei. Heute hat sie über 36.000 Follower:innen auf Instagram und spricht mit ihnen ganz offen über das Thema Hautprobleme. Hanna bezeichnet sich selbst deshalb passenderweise als „Skinfluencerin“.

Das sind die beliebtesten Posts auf Instagram

Riccardo, Stefanie und ihre Kolleg:innen beweisen, dass der Content von Influencer:innen durchaus einen Mehrwert bieten kann. Auch „Fridays for Future“-Organisatorin Luisa Neubauer setzt sich auf Social Media für eine bessere Zukunft ein. Ob solche Themen jedoch die Massen begeistern? Klickt hier, um zu erfahren, welche Instagram-Posts die meisten Likes im Netz bekommen.