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Drachenlord: Interview mit „Bild“-Zeitung war YouTuber-Streich

Drachenlord soll vor Kurzem mit der „Bild“-Zeitung gesprochen haben. Wie sich nun herausstellt, war das wohl aber ein Fake.

Drachenlord Hate Hotel
Drachenlord ist wohl der meistgehasste Content-Creator Deutschlands. Credit: Youtube/Drachenlord

Das Drachenlord-Game hört nicht auf

Der Hate um Drachenlord wird wohl nie so richtig abklingen. Auch wenn es eher ruhig geworden ist um den meistgehassten YouTuber Deutschlands, er ist noch immer in aller Munde. In einem Interview sprach er über seine aktuelle Situation. Das Gespräch soll jedoch nie stattgefunden haben. Hier mehr dazu.

Update 16. Januar: Interview mit Drachenlord ein Fake

Wie sich jetzt herausstellt, war das Interview mit Drachenlord in der „Bild“-Zeitung nur ein Fake. Nachdem der „Spiegel“ den Streamer wohl tatsächlich zu einem Gespräch überzeugen konnte, soll die „Bild“-Zeitung nachgelegt haben wollen. Das Ergebnis war dann eine ganze Seite mit einem Interview mit Drachenlord. Die YouTube-Creator, die hinter dem Kanal Der heilige Ofenkäse stecken, sollen das allerdings inszeniert haben. Das behauptet einer der YouTuber und nennt den Namen Mimon.

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Nach Hass-Kolumne gegen Meghan: Jeremy Clarkson Prime-Video-Deal geplatzt?

Demnach habe ein Chefreporter der „Bild“-Zeitung einen Twitter-Account angeschrieben, in der Hoffnung, dass sich dahinter der YouTuber aus Altschauerberg befindet. Den Twitter-Kanal betreiben allerdings wohl die Creator von Der heilige Ofenkäse. Damit hätten sie beweisen wollen, dass die Zeitung die Geschichte veröffentlicht, ohne einmal mit dem echten Drachenlord gesprochen zu haben. Das ist ihnen offenbar gelungen. Sogar ein zweiter Teil des Interviews sollte veröffentlicht werden.

Erste Zweifel seien dann wohl aufgekommen, als sich ein Fotograf bei der „Bild“-Zeitung meldete, um auf sein Urheberrecht zu bestehen. In dem YouTube-Video vom heiligen Ofenkäse heißt es dann noch, dass Rainer Winkler selbst in einem Live-Stream sagte, der „Bild“-Zeitung niemals ein Interview geben zu wollen und auch, dass die Fotos von ihm ohne Zustimmung veröffentlichten worden seien.

Könnte Drachenlord jetzt klagen?

Auch Anwalt Christian Solmecke hat sich nun zu dem Fall geäußert und eingeordnet, wer nun Ansprüche hat, zu klagen. Zum einen könnte ganz klar der Fotograf auf Urheberrechtsverletzung klagen. Denn seine Fotos wurden scheinbar ohne Erlaubnis von der „Bild“-Zeitung abgedruckt. Demnach könnte auch Rainer Winkler selbst klagen, denn er hat Anspruch auf das Recht aufs eigene Bild.

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Könnten gegen den Fake-Drachenlord Ansprüche bestehen? Wie Christian Solmecke darlegt, könnte auch die Zeitung auf Schadenersatz klagen, wenn der Creator, der sich als Drachenlord ausgegeben hat, den Reporter bewusst getäuscht hat, um der Zeitung zu schaden. Auch Drachenlord könnte gegen den Creator klagen – wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten.

Laut dem Anwalt wirft die „Bild“-Zeitung dem Fake-Drachenlord jetzt aber auch Straftaten vor. In einer später abgedruckten Entschuldigung spricht die Zeitung von „hoher krimineller Energie“ und „Fälschung amtlicher Ausweisdokumente“. Zudem wolle man Strafanzeige stellen. Dass der Ausweis von Drachenlord allerdings überall öffentlich einsehbar ist, wird dabei außer Acht gelassen.

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Drachenlord machte seine Adresse öffentlich

Das Drachengame hört wohl nie auf. So wird der Hate gegen YouTuber und Gamer Drachenlord genannt. Seit Jahren haben es sich einige seiner Zuschauer*innen offenbar zur Aufgabe gemacht, ihm das Leben zur Hölle zu machen. Erst erhielt er Hassnachrichten nur online. Doch nachdem Drachenlord in einem Stream vor Jahren seine Wohnadresse preisgegeben hatte, um Menschen, die ihm Gewalt androhten, persönlich zu sehen, eskalierte die Situation noch mehr.

Kaum ein Tag verging ohne einen Polizeieinsatz in dem Dorf, in dem er wohnte. Das Haus hat er schließlich verkauft, Drachenlord ist weggezogen. Doch das stoppte Hater trotzdem nicht. Rainer Winkler, so heißt Drachenlord bürgerlich, antwortete stets auf die Hasstiraden. Mehrere wütende Videos folgten, bis er sogar handgreiflich wurde und schließlich verurteilt wurde.


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