TikTok wird strenger

Nachdem immer wieder Belästigungen und gefährlichen Trends auf TikTok aufgetaucht waren, hat das Unternehmen seine neuen Community-Richtlinien veröffentlicht. Gefährliche Trends und Videos über Essstörungen sollen so zukünftig verhindert werden.

Hate Speech

„Wir spezifizieren die Arten von hasserfüllten Ideologien, die auf unserer Plattform verboten sind“, heißt es auf der Website. Weitere Verbote, die bei TikTok gelten, sind: Deadnaming, Misgendering, Frauenfeindlichkeit und Inhalte, die Konversionstherapie unterstützen oder fördern.

Dazu sagt TikTok: „Obwohl diese Ideologien schon seit Langem auf TikTok verboten sind, haben wir von Creator*innen und Mitarbeiter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen gehört, dass es wichtig ist, dieses Verbot in unseren Community-Richtlinien ausdrücklich zu erwähnen.“

LGBTQIA* – was genau bedeutet es?

„Wir verändern unseren Umgang mit Essstörungen“

Obwohl TikTok bereits Inhalte verboten hat, die explizit Essstörungen fördern, erkennen die Richtlinien jetzt mehr Symptome von Essstörungen und werden Inhalte verbieten, die Symptome wie übermäßiges Training oder kurzfristige Diäten fördern.

„Wir nehmen diese Änderung in Absprache mit Expert*innen für Essstörungen, Forscher*innen und Ärzt*innen vor, da wir wissen, dass Menschen mit ungesunden Essmustern und -verhalten zu kämpfen haben können, ohne dass bei ihnen eine Essstörung diagnostiziert wurde“, erklärt das Unternehmen dazu.

Influencer Twenty4Tim litt früher an einer Essstörung – wird von Follower:innen aber weiter auf sein Gewicht angesprochen. Das hinterlässt Spuren, verrät er.

Verschärfung der Richtlinien gegen gefährliche Handlungen oder Challenges

Zu diesem Thema schreibt TikTok: „Verschärfung unserer Richtlinien gegen gefährliche Handlungen oder Challenges. Damit setzen wir eine bereits angekündigte strengere Vorgehensweise um, die verhindern soll, dass sich derartige Inhalte – einschließlich Hoaxes, die suizid-gefährdend sind, – auf TikTok verbreiten.“ Inhalte dieser Art sind bisher in die Kategorie Suizid und Selbstverletzung gefallen. Dafür würde es aber nun eine separate Kategorie mit mehr Details geben.

TikTok wünscht sich: „Innehalten, nachdenken, entscheiden und dann handeln“

„Außerdem fördern wir Videos von anderen Creator*innen wie @vikykid oder @teamyasta, in denen unsere Community dazu aufgefordert wird, vier Schritte zu befolgen, die hilfreich sind, wenn sie Online-Inhalte für sich einordnen und bewerten wollen: innehalten, nachdenken, entscheiden und dann handeln.“

Eine ausführliche Erklärung zu den Neuerungen bei TikTok findet ihr hier.

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